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Aktivitäten

Die Fachschaft Sport bietet zahlreiche Möglichkeiten für Schüler, sich sportlich zu betätigen. Im Laufe der Zeit werden wir sicher noch mehr Anbebote auf unserer Webseite vorstellen.

Radhaus und Fahrrad Brenner unterstützen das P-Seminar Alpencross

Alpencross2017
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Am Sonntag geht es los. 15 Schülerinnen und Schüler starten gemeinsam mit drei Lehrerkräften zur dritten Alpenüberquerung des Katherl. Schon am Freitag durfte eine Abordnung der Schüler des P–Seminars: „Mit dem Rad über die Alpen” Herrn Reischl, den Geschäftsführer des Ingolstädter Fahrradgeschäfts Radhaus treffen und eine großzügige Geld– und Sachspende entgegen nehmen. Auch das Fahrradgeschäft Brenner unterstützt uns. Wir erhielten u.a. Trinkflaschen, Flickzeug und Fahrradschläuche – somit sind wir bestens gerüstet für unsere Tour. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Radhaus und Fahrrad Brenner und freuen uns bereits auf die Berge.

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1.Etappe:

5:34 Uhr ab Nord- und 5:39 Uhr ab Hauptbahnhof Ingolstadt. Ziel Mittenwald, wo wir den ersten Anstieg schon in Regenmontur überwinden mussten, da wir in Mittenwald das Wetter nicht auf unserer Seite hatten. Durch die Leutasch über die Bücher Höhe hinab ins Inntal nach Telfs, wo wir uns in zwei Gruppen trennten. Die Mountainbiker kämpften sich über den Bergdoktorweg über das Mieminger Plateau zurück zum Inn, wo sie nach der Stärkung zur Mittagszeit wieder auf die Hauptgruppe stießen. Gegen 17 Uhr erreichten wir schließlich das Etappenziel, das Sport Camp Tirol in Landeck. Der Tag fing zwar regnerisch an, doch dann riss die Wolkendecke gegen Nachmittag auf und wir konnten unsere Regenkleidung für den restlichen Tag wegpacken. Die heutige Fahrt verlief größtenteils reibungslos und Personen und Ausrüstung blieben unversehrt.

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Alpencross 2017 Tag 2

2. Etappe:

Morgens um 9 Uhr starteten wir unsere Tour am Sportcamp in Landeck, unserer Unterkunft für die vergangene Nacht.

Zuerst fuhren wir etwa 14 km am Inn entlang bis wir unsere erste Pause in Prutz einlegten, um ausgiebig zu frühstücken. Der Weg führte immer konstant ansteigend den Inntalradwanderweg entlang, bis wir schließlich einen kurzen Abstecher zur alten römischen Zollstation „Altfinstermünz” machten, um dort die Mittagspause einzulegen.

Nachdem wir dort die eindrucksvollen alten Ruinen und Bauten aus dem Mittelalter

bewundert hatten, ging es zum ersten richtigen Härtetest der Alpenüberquerung: Elf Spitzkehren führten vom schweizerischen Martinsbruck hoch auf die Norbertshöhe.

Nach einer kurzen Abfahrt überquerten wir den Reschenpass, umrundeten den Reschensee, wobei wir uns natürlich nicht den Anblick des im Wasser stehenden Kirchturms des gefluteten Bergdorfs Graun entgehen lassen durften.

Etwas später folgte die lange und steile Abfahrt nach Mals, wo wir uns nach den heutigen 83 km und über 1000 Höhenunterschied in unserem Hotel „Garni Sonne” einquartierten. Nach einem sensationellen Abendessen in der Pizzeria Lampl fielen wir nur noch erschöpft in unsere Betten und schliefen schnell ein. Morgen steht der Ofenpass an. Auf 2149m könnte uns Schnee erwarten. Wir werden berichten...

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Alpencross 2017 Tag3

3. Etappe:

Am dritten Tag unserer Alpenüberquerung mussten wir leider wegen ungünstiger Witterung das Stilfser Joch auslassen und somit umfahren. Dennoch hatte es die „Alternativroute” ebenfalls in sich. Gestartet sind wir um kurz nach neun vom Gasthof Sonne in Mals. Auf unserem Weg nach Sta. Maria erreichten wir schnell unseren ersten Anstieg. Der erste Abschnitt der Etappe erstreckte sich über 15km auf knapp 500 Höhenmeter. Während wir am Anfang der Strecke eher auf Schotterwegen durch den Wald am Gebirgsbach entlang radelten, war die Strecke ab der Schweizer Grenze größtenteils asphaltiert. Zu Beginn des zweiten Abschnitts kauften wir in Sta. Maria unser Mittag- und Abendessen ein und machten uns für den kommen Anstieg bereit. Nach den ersten Kilometern wärmten wir uns in einem Gasthof in Tschierv am Fuße des Ofenpasses mit heißer Schokolade und machten uns danach auf den Weg zum „Dach der Tour”, dem Ofenpass, der auf alpinen 2149m liegt. Dort angekommen, wechselten wir aufgrund der eisigen Temperaturen zu wärmerer und windfester Kleidung. Eine gute Entscheidung – auf der folgenden 8km langen Abfahrt erwischte uns ein Graupelschauer. Ordentlich durchgefroren war der letzte, 5km lange Anstieg mit weiteren 250 Höhenmetern fast schon willkommen. Am Etappenziel, dem Touristenlager Ova Spin, hatte der Wirt schon eingeheizt und uns auf einen heißen Willkommenstee eingeladen. Eine heiße Dusche, dann noch selber kochen – nach so einem Tag schmeckt es doppelt gut!

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Alpencross 2017: Tag4

4. Etappe:

Nach dem anstrengenden Vortag konnten wir den heutigen Tag mit einer kalten, aber spektakulären Abfahrt von unserer verschneiten Hütte beginnen.In Zernez im Engadin angekommen, erwartete uns ein super Frühstücksbüffet. Voll gestärkt begaben wir uns auf den Inntalradweg durch ein atemberaubendes Alpenpanorama. Nach mehreren anstrengenden Aufstiegen war der schwerste Teil der Etappe geschafft. Wir stoppten kurz in Zuoz, um Proviant aufzunehmen, den wir kurz darauf an einem sonnigen Rastplatz mit Blick auf einen kleinen See verspeisten. Noch ein kurzer Anstieg und schon waren wir in St. Moritz, dem mondänen Kurort im Oberengadin. Eine kleine Panne hielt uns nur kurz auf – das Technikteam hatte den Kettenrriss schnell repariert. Auf Schotterwegen ging es an Waldrand und Seeufern in Richtung Maloja. Die letzten Kilometer auf der Bundesstraße half uns der Rückenwind und wir erreichten unsere Unterkunft Salecina, das unglaublich idyllisch am Malojapass liegt, bei strahlendem Sonnenschein. In diesem sozialen Bildungs- und Ferienzentrum muss sich jeder Gast in die täglichen Aufgaben des Haushalts einbringen. Zum Abendessen gab es Spaghetti Bolognese für die ganze Truppe. Der morgige Tag steht ganz im Zeichen der langen Abfahrt durch das Bergell via Chiavenna zum Lago di Como.

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Alpencross 2017: Tag 5

Etappe 5:

Nachdem wir den letzten Tag unserer Reise mit einem sehr guten Frühstücksbuffet begonnen hatten, lagen sagenhafte 64 km Abfahrt vor uns. Bei -3 Grad starteten wir am Malojapass und stürzten uns hinunter nach Chiavenna, wo wir eine Stunde später bei +20 Grad in der italienischen Sonne das erste Gelati aßen. Die ersten 30km lagen hinter uns und wir hatten noch nicht mal die Gelegenheit, ein Foto zu schießen...

Selbst der Anblick des großen Murenabgangs bei Bondo blieb nur Nebensache. Es ging weiter durch wunderschöne Berglandschaften an der Maira (Mera) entlang. Dank gloreicher Routenführung konnten wir den Weg kaum verfehlen und kamen schon bald an unserem Zielpunkt, Colico am Lago di Como, an. Nach dem obligatorischen Zielfoto kühlten wir uns mit einem mutigen Sprung in den See ab. Den letzten gemeinsamen Abend ließen wir in einer typisch italienischen Pizzeria in Villatico ausklingen.

Eine tolle Woche liegt hinter uns – Wind und Wetter traten angesichts der täglichen Herausforderungen in den Hintergrund. Grandiose Landschaften, steile Anstiege und rasante Abfahrten, gemeinsame Abendessen, viel Lachen und tägliche Erfolgserlebnisse, aber auch Anstrengung und Erschöpfung prägten unsere Tour durch vier Länder von Mittenwald zum Comer See.⁠⁠⁠⁠

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Alpencross 2017: Tag 6

Heimreise...

Liebe Leser unseres Alpencrossjournals 2017,vielen Dank für euer Interesse an unserer Radltour. Letztlich lief alles reibungslos. Das Wetter war nicht ganz so schlecht wie erwartet, wir hatten praktisch keine Pannen und vor allem gab es keine Unfälle oder gar Verletzte. Dafür hatte sich unser Busfahrer für die Heimfahrt noch etwas Besonderes ausgedacht: Nachdem er uns überpünktlich am Freitagmorgen in Villatico bei Colico am Comer See erwartet, unsere Räder fein säuberlich im Anhänger verstaut und Bus samt Hänger an einer steilen Kreuzung kunstvoll gewendet hatte, ging es los in Richtung Heimat. Alle ließen sich in die Sitze fallen und freuten sich auf eine erholsame Fahrt. Leider wusste der Fahrer nicht mehr genau, welche der engen Gassen des Dorfes er zu unserer Unterkunft gewählt hatte und so rollten wir auf einmal auf eine Häusergruppe zu, die sich als unpassierbare Engstelle für unser Gespann herausstellen sollte. Wenden unmöglich, 600 Meter mit Anhänger rückwärts die kurvige Straße den Berg hinauf war auch keine verlockende Option...Nach einem kurzen Gespräch mit Einheimischen und intensiven Studiums der Maße von Bus, Hänger und Straßenbreite entschloss sich unser Fahrer dazu, den Anhänger abzuhängen, zu versuchen, den Bus alleine durch die Engstelle zu manövrieren und gemeinsam mit uns den Hänger hinterher zu schieben. Zentimetergenau steuerte er gekonnt den Reisebus an den Häuserecken entlang – der Hänger war im Vergleich ein Kinderspiel.Nachdem diese Herausforderung gemeistert war, konnten wir uns doch noch entspannt zurücklehnen und die Fahrt durch die Sonne entlang am Comer und am Luganer See genießen und steuerten gegen Mittag auf den San Bernadino Pass zu. Via Chur, Bregenz, Lindau, Landsberg am Lech und Augsburg durchliefen wir die vier Länder unserer Alpenüberquerung in umgekehrter Reihenfolge und nahmen Kurs auf Ingolstadt. Kurz nach 19 Uhr trafen alle wohlbehalten am Katherl ein. Ein letztes Mal aufs Rad und noch vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause gerollt... Am Dienstag beginnt schon die Planung für den nächsten Alpencross...

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Extreme Bilder – Filmemacher Valentin Rapp beim P–Seminar Alpencross

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Zwei Felsen, dazwischen eine Slackline, darunter viele hundert Meter nichts. Ein atemberaubender Anblick in den Dolomiten. Auf knapp 3000m Höhe geht ein durchtrainierter Typ bei Eiseskälte barfuß knapp 500m durch die Wolken – auf einem 2,5cm breiten Band... Wir klicken uns weiter durch tausende solcher Videos von Verrückten, die auf verschiedenste Weisen den großen Kick suchen. Das Angebot an spektakulären Videoclips aus der Welt der Extremsportler ist schier unendlich. Was aber ist es, das uns den einen Film bis zum Ende anschauen lässt, während wir den anderen nach wenigen Sekunden wegklicken? Was packt uns? Woran lässt sich festmachen, wann ein Kurzfilm gelungen ist? Und – welche Typen machen eigentlich solche Aufnahmen? Valentin Rapp filmt seit Jahren alpine Bergsportler bei ihren waghalsigen Unternehmungen. Der junge Oberbayer hat sich vor allem in der Szene der Highliner, die in großer Höhe gespannte Slacklines an allen Orten der Welt begehen, in kurzer Zeit einen Namen gemacht. Ob neuer Free–Solo Weltrekord an den Hunlen Falls in Kanada oder ein einzigartiges Highlineprojekt an der wilden Küste Tasmaniens – Valentin Rapp fängt die Momente voller Adrenalin und die unvergleichliche Schönheit der Kulisse mit seiner Kamera ein und verpackt sie in Clips, die uns mitnehmen in eine Welt voller Freiheit und Abenteuer. Branchengrößen wie Adidas oder Goretex vertrauen auf seine Künste, wenn es darum geht, Outdoorprodukte mit den passenden Emotionen zu verknüpfen.

In einer Mischung aus Vortrag und Workshop gibt er im P–Seminar Alpencross Einblicke in sein Metier und vermittelt den Teilnehmern äußerst eindrücklich, dass eine Sammlung aufregender Filmsequenzen, gute Musik und technisches Knowhow beim Filmschnitt bei Weitem nicht reicht, um eine packende Dokumentation der geplanten Alpenüberquerung zu drehen. Eine klare Struktur muss her, Interviews, Perspektivenwechsel und vor allem eine Geschichte, die der Film erzählen soll. Zutaten, die unabdingbar sind und die Vorarbeit erfordern. „Nimm die schwere Kamera mit – es lohnt sich!” Nur gute Bilder liefern einen guten Film. „Denkt bei jeder Einstellung daran, wie es später im Endprodukt aussehen, wie es wirken soll!” Die Geschichte muss der Kameramann beim Filmen schon im Kopf haben. „Die besten Szenen einzufangen ist Anstrengung pur! Wer die Ankunft am Berg filmen will, der muss vorneweg radeln!” Es gelingt Valentin Rapp, nicht nur zu beschreiben, wie man gute Filme macht. Er weckt Neugier und Lust darauf, sofort anzufangen. Die ersten Ideen sind schon im Kopf, Szenen, die erst noch zu filmen sind, spielen sich schon vor dem geistigen Auge der Seminarteilnehmer ab, Pointen und Lacher werden geplant. Bis zur Fahrt im September sind es noch ein paar Monate – der Film beginnt aber schon hier und heute! Wir danken Valentin Rapp für sein Engagement und seine Hilfe. Seine außergewöhnlichen Filme kann man sich unter http://valentinrapp.blogspot.de/ ansehen.

Harald Fuchs, Robert Schneider

Vorbereitungsfahrt: "Mit dem Fahrrad über die Alpen"

Die nächste Trainingsfahrt für unser P–Seminar „Mit dem Fahrrad über die Alpen” stand an, dieses Mal sogar ein ganzes Wochenende. Nachdem wir am Samstag pünktlich um 9.00 Uhr das Schulgelände verließen, ging es über Neuburg ab nach Dollnstein zum Campingplatz, wo wir unsere Zelte für die kommende Nacht aufschlugen. Die Fahrt dahin wurde als kleines Aufwärmprogramm für den Nachmittag genutzt, denn der sollte es in sich haben. 800 Höhenmeter und teilweise bis zu 17% Steigung gaben uns einen ersten Vorgeschmack darauf, was uns im September diesen Jahres erwarten wird. Stolz darauf, unsere erste große Tour mit 90km geschafft zu haben, grillten wir am Abend und besprachen den Verlauf und die Erfahrungen des Tages. Den nächsten Morgen ließen wir gemütlicher angehen, und nach einer Stärkung beim Bäcker machten wir uns auch schon wieder auf dem Heimweg. Alles in Allem war es ein anstrengender, aber wichtiger Ausflug, denn somit konnte jeder für sich selbst erfahren, ob und wie viel er noch für die Alpenüberquerung trainieren muss.

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Neuer Teilnehmerrekord der Schule beim Ingolstädter Halbmarathon

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Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler des Katharinen–Gymnasiums nahmen in diesem Jahr beim Halbmarathon Ingolstadt am 29. April 2017 teil. In verschiedenen Staffeln gingen die laufbegeisterten Mädchen und Jungen aus den 7. bis 11. Klassen an den Start. Und zwei Schülerinnen nahmen sich – sehr erfolgreich – die komplette Strecke von etwas mehr als 21 km vor.

Das Angebot des Veranstalters ist wirklich gut: Bevor man sich als junger Erwachsener zum ersten Mal an die 21 km des Halbmarathons wagt, kann man als Jugendlicher verschiedene Streckenlängen ausprobieren: 3–4 km in den Schülerstaffeln, 7 km in einer Tripplestaffel oder 10,5 km in der Zweierstaffel. Und das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt, wenn man zu zweit, zu dritt oder zu sechst die Strecke meistert. Die besten Platzierungen und Zeiten unserer Schule:

Platz 7 bei den Zweierstaffeln („Katherl LEO 3”) in 1:43:43

Platz 10 bei den 3er Staffeln („Katherl best 10b”) in 1:44:32

Platz 34 bei den 6er Schülerstaffeln („Katherl 7bf”) in 1:45:56

Vielen Dank an die betreuenden Lehrkräfte und herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer!

Harald Fuchs und Andrea Hörnig

Stadtfinale: Beachvolleyball

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Am 23. Mai fand am Ingolstädter Baggersee bei bestem Wetter das Stadtfinale im Beachvolleyball statt. Neben der Freiherr–von–Ickstatt–Realschule und dem Apian–Gymnasium nahm auch das Katherl mit sieben Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 9 – 11 teil. Die Schulen spielten in der „Jeder gegen Jeden”–Turnierform mit jeweils einer Mädchen, einer Jungen– und einer Mixed–Mannschaft gegeneinander. Nach zwei starken Siegen unsererseits gegen die Ickstatt–Realschule, besiegte uns das Apian–Gymnasium in zwei spannenden Mädchen– und Mixed–Matches jeweils knapp im dritten Entscheidungssatz. So gingen wir, trotz des gewonnen Jungenspiels, zwar nicht als Tagessieger aus dem Turnier, können aber mehr als stolz auf einen guten 2. Platz sein!

P-Seminar: Mit dem Fahrrad über die Alpen 2017

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Als Vorbereitung auf die Alpenüberquerung Mitte September diesen Jahres sind wir, das P-Seminar „Mit dem Fahrrad über die Alpen” am Dienstag, den 16.Mai eine Trainingsausfahrt gefahren. Hierbei haben wir eine Strecke von circa 70 Kilometern mit etwa 450 Höhenmetern zurückgelegt. Abfahrt war nach der Schule im Pausenhof. Von dort sind wir über Haunwöhr, Zuchering, Karlskron und Hohenwart bis zum Wolfsberg, in der Nähe von Pfaffenhofen, und wieder zurück gefahren. Durch einige Anstiege, die auf die gesamte Strecke verteilt waren, konnte jeder Teilnehmer einen Einblick gewinnen, was ihn im September erwartet. Auch kann jetzt jeder seine eigenen Fähigkeiten im Vergleich besser einschätzen. Kurz vor dem Wolfsberg haben wir dann noch ein kleines „Picknick” gemacht, um uns für den Rest der Tour zu stärken. Auch mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück, denn im Gegensatz zu unseren Vorgängern, die letztes Jahr eine ähnliche Tour bei Gewitter gefahren sind, schien bei uns die Sonne. Wir als Gruppe kommen schon nach wenigen Ausfahrten sehr gut miteinander zurecht und freuen uns auf unser großes Abenteuer im September. Doch bevor wir dafür bereit sind, haben wir noch einiges an Trainingsstunden vor uns - gemeinsame Ausfahrten in der Gruppe, aber auch Ausfahrten alleine.

Halbmarathon Ingolstadt am 29. April 2017

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An alle Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse: Möchtest du beim größten sportlichen Ereignis der Stadt dabei sein und für das Katherl beim Ingolstädter Halbmarathon mitlaufen? Dann gibt es die Möglichkeit,  die Halbmarathonstrecke von 21,1 km komplett zu laufen oder verschiedene Teilstrecken innerhalb der angebotenen Staffeln.

Anmeldeschluss ist Freitag, der 31. März 2017

Das Anmeldeblatt kannst du herunterladen, ausfüllen und zusammen mit dem entsprechenden Geldbetrag in ein Kuvert stecken. Dieses gibst du bei deinem Sportlehrer ab oder lässt es ins Fach von Frau Hörnig oder Herrn Fuchs legen.

Unten findest du auch noch ein Trainingsblatt zum Ausdrucken und Ausfüllen.

Am Dienstag, den 25. April 2017 in der 6. Stunde findet ein Treffen aller gemeldeten Schüler statt, bei dem der Ablauf des Halbmarathon–Tags besprochen wird. Hier ist das ausgefüllte Trainingsblatt abzugeben! Jeder Staffelteilnehmer erhält ein T-Shirt mit dem Katherl-Logo

Sportliche Vorbereitung: Die Sportlehrer beraten und unterstützen die Schüler bei der Vorbereitung auf den Lauf. Laufeinheiten werden in den Sportunterricht integriert. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass jeder Teilnehmer selbst für sein Training verantwortlich ist! Mit der Unterschrift auf dem Trainingsblatt bestätigen die Eltern, dass die Schülerin / der Schüler körperlich fit und gesund ist und sich ausreichend auf den Lauf vorbereitet hat.

A. Hörnig, H. Fuchs

Anmeldeformular und Trainingsplan zum Halbmarathon

Alpencrossjournal vom 25.9. bis 1.10.

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Berge versetzen – oder wenigstens überwinden. Mit dem Rad über die Alpen.

18 unerschrockene Schüler bereiteten sich seit über einem Jahr auf diese Woche vor. Gemeinsame Ausfahrten bei Wind und Wetter, Grobplanung der Streckenführung, Suchen von Unterkünften, exakte Ausarbeitung der Tagesetappen, Erste-Hilfe-Kurse, Erstellen von Packlisten, Fahrrad selber reparieren – die Liste ist lang... Nun ist es endlich soweit: Am kommenden Sonntag, den 25.9. um 6:00 Uhr morgens starten wir ins Abenteuer Alpencross. Hier wollen wir dich jeden Tag auf dem Laufenden halten und mit Kurzberichten versorgen! Viel Spaß beim Lesen – vielleicht bist du ja selber einmal bei einer Katherltransalp mit dabei!

Sonntag, 25.9., Tag 1

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Ingolstadt Nordbahnhof, 6:00 Uhr morgens. Die ersten trudeln verschlafen ein. Katrin ist krank und liegt mit Fieber im Bett, Herr Schneider kommt nur kurz vorbei, um die Fahrkarten zu bringen und legt sich danach auch wieder ins Bett. Kein guter Start. Wenigstens kommen alle mit ihren Rädern in das Zugabteil und wir können gemeinsam losfahren. München empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein. Sonntags um 8 Uhr ist noch nicht mal am Stachus was los. Ab an die Isar und schon geht es in Richtung Süden aus der Stadt hinaus durch die Isarauen. Bald sind die Berge in Sicht. Mittagessen in Wolfratshausen, Eis in Bad Tölz – die Idee hatten bei dem tollen Wetter auch ein paar Münchner. Nach 80 km verlassen wir bei Lenggries die Isar und biegen ab zur Jachenau. Die letzten 20 km ziehen sich doch mehr als erwartet, die Beine werden schwer. Und zu allem Überfluss gestaltet sich der Weg zur Hütte schwieriger als erwartet... Aber schließlich haben alle einen Schlafplatz. Zum Abendessen noch schnell rüber zum Schützenhaus – große Portionen, deftige Küche! Nach über 100 km genau das Richtige! Morgen warten dann die ersten längeren Anstiege - wir werden berichten...

Montag, 26.9., Tag 2

Was für ein Tag! Sonne, Berge satt – und wieder 100 km geschafft. Dazu über 1000 Höhenmeter! Und alles dabei, was das Radlerherz begehrt. Gleich am Anfang – Herr Schneider ist übrigens auch wieder dabei (Wunderheilung und Deutscher Bahn sei Dank)  – eine Bachdurchquerung, nach 15 km ein reichhaltiges Frühstück. Ein paar Wirren am Walchensee, dann geht es über Mittenwald hinein in die Geistesklamm hinauf in die Leutasch. Bei herrlichem Wetter genießen wir das unglaubliche Panorama – rechts das Wettersteinmassiv und vor uns die Hohe Munde, die uns den Weg ins Inntal weist. Die Abfahrt von der Bucher Höhe nach Telfs führt uns mehr als 700 Höhenmeter steil nach unten.

Einige haben noch nicht genug und nehmen noch den „Bergdoktorweg”, der uns über das idyllische Mieminger Plateau nach Mötz führt. Die letzten 25 Kilometer im Inntal fühlen sich wieder wie 50 an. 

Die coole Unterkunft hat aber wenigstens heiße Duschen und der Pizzadienst ist gleich um die Ecke. Alles wird gut...

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Dienstag, 27.9., Tag 3

Tag 3 - es regnet. Was??? Gestern stand auf wetteronline.de noch was von 9 h Sonnenschein. Ein Blick aufs Regenradar – tatsächlich: es regnet wirklich. Und weder die virtuellen noch die realen Wolken machen Hoffnung auf schnelle Besserung. Also rein in die Hightech–Klamotten und los geht's Richtung Westen – schließlich warten am Ende der heutigen Etappe die Serpentinen der Norbertshöhe bei Nauders auf uns... Die meisten sind gut ausgerüstet, der Regen ist gar nicht so tragisch. Aber Jonas hat Schwierigkeiten mit der Schaltung und so müssen wir zwei längere Reparaturpausen einlegen. Einige beginnen zu frösteln. Nach einer guten Stunde erreichen wir Landeck – der Regen lässt nach, wir biegen ab nach Süden in Richtung Pfunds. Die Landschaft wird lieblicher, der Radweg bleibt meist eng am Innufer und schon während unserer vorgezogenen Mittagspause spitzt die Sonne durch die Wolkendecke. So wird auch dieser Tag mit traumhaftem Wetter in Erinnerung bleiben. Und natürlich mit etlichen Anstiegen – kurz und steil, wie von Altfinstermünz hoch nach Vinadi oder eben in langen, gewundenen Serpentinen, wie von der Martinsbrücke über die Norbertshöhe nach Nauders, unserem Etappenziel. Ein weiterer Tag mit mehr als 1000 Höhenmeter und immerhin 77 km Fahrstrecke, der uns alle ein paar Zentimeter wachsen lässt...

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Mittwoch, 28.9., Tag 4

Vierter Tag: Heute noch schnell die letzten paar Höhenmeter von der Norbertshöhe rauf zum Reschenpass. Wir legen ein paar Zwischenstopps ein, hauptsächlich um zu fotografieren, dann erreichen wir den Reschensee, der durch den aus dem Wasser ragenden Kirchturm bekannt ist. Danach bei super Wetter und tollem Panorama – Königsspitze und Ortler – wieder bergab. Eine weitere Pause, da Max einen Platten hat. Aber dann sind wir bereit für die tolle Abfahrt. Mit hohem Tempo geht's den Berg runter. Nach 40 km in Prad dann die ersehnte Mittagspause. Doch weitere 50 km liegen noch vor uns – also weiter. Aber besser als gedacht, denn es geht durchgehend bergab bis Meran. Zudem ist der Weg durch die Apfelplantagen wunderschön und die Berge bieten einen tollen Ausblick. Jetzt gibt es noch eine heiße Diskussion über den Zeitpunkt des Abendessens, damit die Jungs nicht auf die Championsleague (Bayern–Atletico) verzichten müssen...

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Donnerstag, 29.9., Tag 5

Es ist 9 Uhr und wir verlassen Meran in Richtung Süden. Die ersten Kilometer geht es die Etsch entlang – wir kommen zügig voran. Ab Bozen jedoch radeln wir steil bergauf Richtung Eppan – der erste von zwei Anstiegen. Dann die Mendelpassstraße – hieß es nicht, ab Reschen geht es nur noch bergab? Aber die Abfahrt nach Kaltern entschädigt für alle Mühen – enge Serpentinen durch Weinberge und Bergdörfer. Nach der Mittagspause in Kaltern kämpfen wir uns durch die Apfelplantagen am Kalteter See vorbei wieder an die Etsch zurück. Die letzten 40 km nach Trient können wir jetzt locker runter rollen... Von wegen – der Gegenwind bläst in stürmischen Böen und raubt uns Kraft und Nerven. Nach über 100 Kilometern aber werden wir (wieder mal) belohnt! Unsere Appartments sind ein Traum! Mitten im vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfenen „Le Albere”, Trients neuem Stadtviertel finden wir moderne, großzügige Wohnungen. Unser gemeinsames Abendessen in Trients historischer Altstadt ist der perfekte Abschluss der vorletzten Etappe...

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Freitag, 30.9., Tag 6

Die letzte Etappe. Von Trient rollen wir entspannt bis Mori die Etsch entlang und biegen dann in Richtung Westen ab zum großen Ziel Lago di Garda. Keine großen Anstiege mehr – bald müssten wir den See schon erkennen. Doch dann taucht der Vorschlag auf, noch schnell ein paar Serpentinen von Nago in Richtung Monte Baldo hoch zu kurbeln. Für ein Gruppenbild hoch über dem Lago. Na toll – 18% Steigung für ein Foto? Auch das kriegen wir noch hin. Irgendwie scheint aber die Luft ein bisschen raus zu sein – so kurz vor dem Ziel. Heute Abend, wenn wir unsere Leistung schön gemütlich feiern, wird es den meisten erst bewusst werden, was sie geschafft haben! 530 Kilometer und  4700 Höhenmeter in sechs Tagen – das kann sich schon sehen lassen! Morgen dann die Busfahrt in die Heimat – Montag ist noch frei. Ein Glück! So langsam breitet sich ein extrem gutes Gefühl aus...

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Samstag, 1.10., Tag 7

Letzte Aktion – die Heimfahrt. Pünktlich um elf steigen wir in den kleinen Reisebus, der uns in Rivas Altstadt abholt. Unsere Räder werden sicher im Hänger verstaut. Nach ein paar Kurven hinauf nach Nago sehen wir den Gardasee in der Morgensonne liegen. Über Rovereto und Trient bis nach Bozen können wir immer wieder die Strecke erkennen, die wir in den Tagen zuvor aus eigener Kraft zurückgelegt haben. Dann geht's über den Brenner ins Inntal und via München zurück nach Ingolstadt. Kein Stau, alles läuft nach Plan – um kurz nach halb sieben treffen wir am Katherl ein. Einige werden abgeholt, andere müssen selber heimradeln – ist ja alles keine Entfernung...;-)

Kathis Mutter hat für jeden einen eigenen Alpencrossauszeichnungsdrahtesel gebastelt und hängt ihn uns um den Hals. So eine schöne Idee! Vielen Dank!!! Meiner hat schon seinen Ehrenplatz überm Schreibtisch. 

Wenn das keine tolle Woche war... Alle Mühen haben sich gelohnt – viele Berge kann man überwinden... Danke an alle Teilnehmer, die sich in die Vorbereitung und Durchführung eingebracht haben. Danke an Herrn Bittschi, der kurz nach seiner Pensionierung gleich wieder aktiv im Dienst war und danke auch an alle Eltern, dass sie die Teilnahme ihrer „Kinder” ermöglicht haben.

Wir schließen das Katherl Alpencrossjournal für dieses Jahr und hoffen auf baldige Wiederholung.

Im Namen aller Teilnehmer                     Robert Schneider

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Aus eigenem Antrieb – Extremsportler Hubert Schwarz am Katherl

Hubert Schwarz auf dem Rennrad in Ägypten
Hubert Schwarz auf dem Rennrad in Ägypten
Hubert Schwarz

Von Los Angeles nach Annapolis an der Ostküste – 5000 Kilometer in knapp 10 Tagen. Einmal rund um Australien – 14000 Kilometer in 42 Tagen. Einmal um die Welt – 22000 Kilometer in 80 Tagen. „Was für ein Reisestress!”, denkt der erfahrene Urlauber...

Hubert Schwarz nimmt für diese Strecken das Fahrrad. Was den Leser dieser nüchternen Zahlen ungläubig den Kopf schütteln lässt, ist der Auftakt eines wahren Sturms an Superlativen, der die Zuhörer des begeisternden Vortrags des bekannten Extremsportlers mitreißt in eine Welt, in der das Wort „Aufgeben” nicht zu existieren scheint. Von Martigny in den Schweizer Alpen bis nach Nizza sind es über 600 Kilometer. Dazwischen liegen elf Alpenpässe mit insgesamt 14000 Höhenmetern. Hubert Schwarz schafft die legendäre Route des Grandes Alpes 1993 in 33 Stunden und 28 Minuten. Die Schüler und Lehrer zweier P-Seminare sowie des Sport–Additumkurses der Oberstufe lauschen gebannt und rechnen mit – nicht zu fassen! Der Ironman auf Hawaii flößt mit 3,6 Kilometer Ozeanschwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf jedem Hobbyathleten gehörigen Respekt ein – der heute 61jährige bewältigt 1990 beim sog. Ultraman die schier unfassbaren Distanzen 10 Kilometer Schwimmen, 421 Kilometer Radfahren und als krönenden Abschluss einen 84km–Lauf durch die schattenlose Lavawüste Hawaiis. Wie kann man sich nach knapp 20 Stunden Schwimmen und Radfahren am Rande der Leistungsfähigkeit noch für einen Doppelmarathon motivieren? „Gar nicht!”, sagt der, der dies schon geschafft hat. „Mit brennenden Beinen, aufgequollenem Gesicht und geschundenem Hinterteil ist nicht im Entferntesten daran zu denken, weitere sieben Stunden in der sengenden Hitze sportliche Höchstleistungen zu erbringen. So wirst du das nicht schaffen. Aber die nächste Verpflegungsstation nach einer Meile – die kannst du erreichen. Und wenn du dich halbwegs aufrecht bis dorthin geschleppt hast, dann ist auch die zweite Wasserstelle nach der nächsten Meile in Reichweite. Und die dritte auch. Es geht! Immer weiter, die nächste kleine Etappe ist machbar!” „Werde dir über deine Ziele im Klaren! Egal, ob das Ziel Alpenüberquerung oder Abitur unter 2,0 heißt! Mach' dir einen Plan, teile dir dein großes Ziel in kleine erreichbare Teiletappen ein, arbeite diese Stück für Stück ab! Rechne mit allen möglichen Rückschlägen und bereite dich auf diese vor! Und verbanne die Möglichkeit des Scheiterns aus deinem Kopf!” Hubert Schwarz spricht uns Zuhörer direkt an. Er sagt dabei nichts Neues. Wir kennen diese Erfolgsrezepte von erfolgreichen Managern sowie von Superstars des Sports oder des Showbusiness. Hier aber steht ein ehemaliger Kreisjugendpfleger aus Mittelfranken und erzählt weiter von seinen Abenteuern wie andere Leute von ihrer letzten Radtour am Vatertag. Minus 30 Grad Celsius – 38 Teilnehmer machen sich bei Schnee und Eis in Anchorage/Alaska auf ins 600 Kilometer entfernte Fairbanks. Auf den Filmsequenzen sieht man einen vermummten Radfahrer gegen eisigen Wind ankämpfen. Skibrille und Atemmaske verhindern gefrorene Tränen in den Augen und gefrorenen Atem in der Lunge. Gut vorbereitet, Herr Schwarz! Aber es läuft nicht gut. Während die erfahrenen einheimischen Teilnehmer mit Zwillingsbereifung oder sog. Fatbikes antreten, versucht der einzige europäische Teilnehmer die Strecke auf einem nahezu handelsüblichen Mountainbike zu bewältigen. Verwehte Pisten und tief verschneite Querfeldeinpassagen machen dieses Vorhaben unmöglich. Er schiebt die ersten hundert (!!!) Kilometer. Dann findet er einen zugefrorenen Flusslauf, dessen verschneite Eisoberfläche von Schneekatzen– und Pistenraupenfahrern als Straße benutzt und entsprechend planiert wurde. Er nimmt die restlichen 500 Kilometer wieder auf zwei Rädern in Angriff. Nach unermesslich großen Strapazen erreicht der radelnde Sozialpädagoge schließlich Fairbanks – als einer von zwei Teilnehmern! Es folgen Berichte vom Race across America, Weltumrundungen, Erdteildurchquerungen, Kilimandscharobesteigungen in Rekordzeit. Die Nähe des Vortragenden zu den Zuhörern und die Selbstverständlichkeit, mit der er von immer neuen Zielen berichtet, die er sich gesteckt und die er erreicht hat, fasziniert sein Publikum am Katherl! Wir haben uns anstecken lassen von der Begeisterung eines Ausnahmemenschen und hoffen, dass der Schwung und die Inspiration, die uns Hubert Schwarz mitgegeben hat, noch lange nachwirken. Hubert Schwarz hat sich mittlerweile zur Lebensaufgabe gemacht, möglichst vielen Menschen den Glauben zu vermitteln, selbstgesteckte Ziele aus eigenem Antrieb verwirklichen zu können. Er tut dies trotz seines Enthusiasmus mit beneidenswerter Unaufgeregtheit in zahlreichen Workshops, Seminaren und Unternehmungen. Nähere Informationen sind unter www.hubert-schwarz.com zu finden.

R. Schneider