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Auf dem Weg zur Leseschule

Das Modell „Leseleiter” – ein Konzept, das in jeder Jahrgangsstufe dem Bereich des Lesens einen angemessenen Raum zur Verfügung stellt. Das sukzessive Zusammenfügen des Themas „Lesen” in allen Jahrgangsstufen soll durch seine vielschichtigen Zugänge das Lesen attraktiver machen und fördern.

In jeder Jahrgangsstufe sind verschiedene Projekte geplant. Es ergibt sich daraus folgende Leseleiter:

5. Klasse: Lesenachmittag oder Leseabend

In der 5. Klasse wird neben der Lektüre, die im Unterricht gelesen wird, jeweils ein weiteres Jugendbuch, das Lieblingsbuch des Schülers, den Mitschülern vorgestellt. Hierfür wird ev. eine Bücherparty (ein Büchernachmittag) in der Schule veranstaltet. Die Veranstaltung legt dabei ihren Schwerpunkt auf einen kreativen Zugang zum Buch: Neben dem Gestalten einer Bücherkiste, in die Zitate, ausgestaltete Motive, passende Bilder und Meinungen gesammelt werden, können ebenso Collagen oder Lesezeichen, bezogen auf das Lieblingsbuch, gebastelt werden.

6. Klasse: Vorlesewettbewerb (Klassen-, Schulsieger), Bücherkiste

In den 6. Klassen liegt durch den Vorlesewettbewerb der Schwerpunkt der Leseerziehung auf dem Vorlesen. Der Lesevortrag eines bekannten und geübten Buchausschnittes wird zunächst klassenintern bewertet, die Kriterien guten Vorlesens sind zuvor erarbeitet worden. Die besten Schüler dürfen beim RadioIN Kindernachrichten oder Gute-Nacht-Geschichten lesen.

Im Anschluss an den Klassenentscheid folgt der Lesewettbewerb aller 6. Klassen des Gymnasiums. Er wird durch die Juryzusammensetzung – der Vorjahressieger, ein Mitglied des Elternbeirats und Lehrer – entsprechend gewürdigt.

Neben dem Vorlesen bietet die Schule in dieser Jahrgangsstufe noch einen weiteren Aspekt der Leseförderung an: die Bücherkiste. Eine Bücherkiste enthält jeweils ca. 30 Bücher (u. a. auch Sachbücher), die den Interessensgebieten von Buben und Mädchen dieser Altersstufe entsprechen. Den Grundstock dafür bilden die von Rotary gespendeten SZ-Bücher. Diese Kisten können z. B. auch für Vertretungsstunden genutzt werden. Aber auch viele andere Aktivitäten sind denkbar.

7. Klasse: Lesebild

Um den kreativen Zugang zum Lesen fortzuführen, bieten wir in dieser Jahrgangsstufe das Lesebild an, eine kreative Arbeit zu einem literarischen Werk mit drei Schwerpunkten:

  • einer Illustration des Kerns einer Geschichte oder von etwas, das für den Leser wichtig ist
  • einer knappen Inhaltszusammenfassung
  • einer Buchempfehlung

Die Inhaltszusammenfassung und Buchempfehlung sollen fantasievoll in die Illustration eingearbeitet werden. Daraus entwickelt sich das Lesebild, das also aus Bild- und Textelementen besteht und in der Kombination bewusst „komponiert” wird. (ev. fächerübergreifende Zusammenarbeit mit Kunst). Bei Lesebildern können sehr unterschiedliche Arbeiten herauskommen. Diese können dann auch auf der Katherl liest-Seite veröffentlicht werden.

8. Klasse: Lesediplome

In den 8. Klassen kann man das so genannte Lesediplom erwerben. Am Anfang des Schuljahres setzen sich die Deutschlehrer aller 8. Klassen zusammen und legen eine Leseliste fest, die Standardtexte, moderne Klassiker, aktuelle Romane, geschichtliche Romane und Zukunftsromane enthalten. Die Leseliste besteht aus ca. 10 Büchern. 

Bis zu einem festgelegten Zeitpunkt muss jeder Schüler zu jedem Buch über „antolin” Fragen beantworten. 

9. Klasse: Literaturarbeit

In der 9. Klasse steht eine Literaturarbeit (ein Portfolio) auf dem Programm. Den Schülern stehen dabei 15 bis 20 Werke, zum Teil aus den Lektürevorschlägen des Lehrplans, als Taschenbuchausgabe zur Auswahl und bis zu vier Schüler können sich für einen Text entscheiden.

Zu ihrem ausgewählten Werk verfassen die Schüler eine Seite über den Autor, wobei sie ihr Wissen aus einem Autorenlexikon oder einer Literaturgeschichte entnehmen und selbstständig zusammenfassen sollen. Danach sollte sich eine Inhaltsangabe des gesamten Werkes anschließen, auch hier darf man ein Literaturlexikon zur Orientierung zur Hilfe nehmen.

Als Nächstes wird die Beschreibung einer Figur aus dem Werk gefordert. Bei Gruppenarbeiten sollte, wenn möglich, jeder Schüler eine andere Figur zur Vorstellung wählen. Zum Schluss wird die Literaturarbeit durch eine kreative Arbeit abgerundet. 

Insgesamt muss die Literaturarbeit am Computer geschrieben werden, ein schön gestaltetes Titelblatt, ein Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben sowie Quellenangaben enthalten. Zur Literaturarbeit gehört weiterhin auch eine Präsentation von Werk, Autor und kreativer Arbeit durch die Gruppe vor der ganzen Klasse.

Ziel einer Literaturarbeit ist, dass sich die Schüler einmal selbstständig und vertieft mit einem Werk der deutschen Literatur beschäftigen.

10. Klasse: Literaturcafe

In der 10. Jahrgangsstufe wird mit dem Literaturcafé die Möglichkeit zum selbstständigen Lesen und Sprechen, aber auch Schreiben über ein Buch, das nicht im Unterricht besprochen wird, angeboten. Es gibt eine Auswahl von ca. 15 aktuellen Büchern und maximal vier Schüler pro Klasse können sich für ein Buch entscheiden. Dafür tragen sie sich in eine Liste ein, die klassenübergreifend in je zwei bzw. drei Parallelklassen ausgeteilt wird. Pro Buch sollten mindestens zwei Schüler registriert sein. Austragungsort ist die Bibliothek (ein wenig Caféhaus-Atmosphäre).

Neben dem Sprechen und Austauschen über das Werk erhalten die Schüler weiterhin den Auftrag, eine Rezension für die „Literaturzeitung” zu verfassen, in der alle Arbeiten der Gruppen gesammelt werden. Ebenso sollen die Arbeiten auf der Homepage der Schule („Katherl liest” - LiteraChat) veröffentlicht werden.

11. Klasse: Literaturpräsentation, Dichter-Matinee

In dieser Jahrgangsstufe ist eine Literaturpräsentation in Power-Point vorgesehen (Bücherauswahl entsprechend dem Lehrplan).

Etabliert hat sich auch die sog. Dichter-Matinee oder der Theatertag. Die Kurs der 11. Jahrgangsstufe wählen sich jeweils einen Autor, der vom Lehrplan her in die Jahrgangsstufe passt, und beleuchten das Leben und Werk eines Autors auf vielschichtige Weise. Die Beiträge können von sehr unterschiedlicher Art sein. Es können ausgewählte Szenen dargeboten, Themen in Streitgesprächen abgehandelt oder Lyrik mit Hintergrundbildern untermalt werden. Der Autor kann durch Briefe oder als fiktiver Teilnehmer einer Talkshow aus seinem Leben erzählen. Die Kurse präsentieren sich ihre Ergebnisse gegenseitig.

12. Klasse: literarisches Quintett, Literaturfahrt

In dieser Jahrgangsstufe wird das Literarische Quintett durchgeführt. Als besondere Abrundung der literarischen schulischen Laufbahn und Abschluss der Leseleiter können eine Literaturfahrt nach Weimar oder ins Literaturarchiv nach Marbach angeboten werden. 

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