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Lizeum im T. Kosciuszko in Konin/Polen

2010 warschau
Polenaustausch September 2010 034

Den Austausch mit unserer Partnerschule, dem „Liceum im. T. Kościuszko” gibt es seit 2007. Die Stadt Konin hat etwa 80.000 Einwohner und liegt im Herzen Polens etwa zwei Stunden westlich der Hauptstadt Warschau an einem großen Fluss, der Warthe. Die Region um Konin ist eine fruchtbare Tiefebene mit vielen Seen, die von der Bevölkerung auch gerne besucht werden. Konin selbst ist eine Industriestadt und lebt in erster Linie von der Braunkohleförderung und der Aluminiumverhüttung. Während sich nördlich der Warthe die moderne neue Stadt erstreckt, befindet sich südlich des Flusses die eher kleine, aber gemütliche Altstadt, in deren Nähe auch unsere Partnerschule steht.

Das  „Liceum im. T. Kościuszko” ist eine Oberschule und wird von Schülerinnen und Schülern ab der 10. Jahrgangsstufe besucht. Nach drei Jahren können diese dort ihr Abitur machen. Namenspatron ist der polnische Freiheitsheld Tadeusz Kościuszko, der am Ende des 18. Jahrhunderts als Heerführer für die Unabhängigkeit Polens und damit gegen die damalige Aufteilung des Landes auf die Großmächte Preußen, Österreich und Russland kämpfte. Die Schule hat einen starken Deutschzweig, der von Grzegorz Szopa geleitet wird. Der perfekt Deutsch sprechende Lehrer ist auch unser wichtigster polnischer Partner und Hauptkoordinator unseres Austauschs.

Der Austausch richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe, die polnischen Partner sind zwischen 16 und 18 Jahre alt. Jedes Jahr können ca. 15 Schüler des KG daran teilnehmen. Die polnischen Jugendlichen sprechen alle Englisch und auch etwas Deutsch, da sie unsere Sprache zur Zeit des Austauschs im zweiten und dritten Lernjahr in der Schule erlernen. Jeder Teilnehmer nimmt einen polnischen Schüler für eine Woche zu Hause bei sich auf und verbringt im Gegenzug eine Woche in der jeweiligen polnischen Gastfamilie. Der erste Teil des Austauschs findet immer bei uns in Ingolstadt statt, und zwar im April oder Mai, der Gegenbesuch geht dann im folgenden Frühherbst über die Bühne, in der Regel in der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien. Das bedeutet, dass sich der Austausch auf zwei unterschiedliche Schuljahre erstreckt, was seine Ursache in der dann besseren Sprachkompetenz der polnischen Schüler hat: Beim Besuch in Ingolstadt im Frühjahr befinden sich diese ja bereits am Ende des zweiten Lernjahres und können deshalb natürlich besser Deutsch.

In Ingolstadt wie in Konin nehmen die Schüler zusammen mit ihren Partnern am Unterricht und an gemeinsamen Veranstaltungen und Ausflügen teil. Bei uns fahren wir für zwei Tage ins schöne Lindau am Bodensee, in Polen dann organisieren wir eine Mehrtagesfahrt, z. B. in die faszinierende Großstadt Warschau oder nach Danzig an der Ostsee. Vor der Reise nach Polen nehmen die Schüler an einer Vorbereitungsveranstaltung am Projekttag teil, in der wir den Jugendlichen das meist eher unbekannte Nachbarland präsentieren (z.B. kleiner Sprachkurs, Sitten und Gebräuche, Alltag, Mentalität). Auch ein Filmnachmittag hilft den Schülern, sich auf die Fahrt einzustimmen.

  • Kennenlernen von Konin und unseres oft relativ unbekannten Nachbarlandes Polen mit seinen Menschen, Landschaften, seiner reichhaltigen Kultur und Geschichte
  • Abbau von Vorurteilen und Klischees, die gerade bei Deutschen und Polen immer noch völlig zu Unrecht verbreitet sind
  • Erleben des europäischen Gedankens durch konkrete menschliche Begegnungen
  • allgemeine Erweiterung des Horizonts
  • Knüpfung von persönlichen Kontakten und Aufbau binationaler Freundschaften

Schüleraustausch mit Konin 2017

Vom 16. - 22.9.2017 fand der Gegenbesuch von 13 Katherl-Schülern in Konin statt, begleitet wurden sie dabei von Frau Schrodt und Frau Hercher. Nach der 14–stündigen Busfahrt erwarteten uns nach kurzem Aufenthalt in den Gastfamilien die ersten Programmpunkte: Führung durch Konin und Porträtzeichnen – ein lustiges Kennenlernspiel – in der Schule. Besonders beeindruckend waren die Besuche der beiden architektonisch herausragenden Städte Warschau und Posen. Der Empfang beim Stadtpräsidenten von Konin, ein Tanzworkshop an der Schule (hier lernten wir den polnischen Volkstanz Krakowiak) und eine Videokonferenz mit Herrn Ernest nach Peking waren besondere Highlights. Am Donnerstagabend trat die Gruppe, die die herzliche Aufnahme in Konin sehr genossen hat, mit manch traurigen Gesichtern (bei Polen und Deutschen) wieder die Heimfahrt an.

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Ansprechpartner

Der Austausch mit Konin wird betreut von OStRin Anita Schrodt

Homepage der Schule

„Liceum im. T. Kościuszko” in Polen