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Theaterpartnerschaft mit den Stadttheater Ingolstadt

Katherl unterzeichnet Kooperationsvertrag mit Stadttheater

Logo des Stadttheaters
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Grundgedanken:

Das Projekt dient der nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen Schule und dem Stadtheater Ingolstadt. Im Rahmen dieser Partnerschaft soll ein reger Austausch zwischen Schülern, Lehrern und Theaterschaffenden stattfinden, um vielfältige Erfahrungen auf allen Seiten zu sammeln. Dabei können die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Jugendlichen und dem Theater auf beiden Seiten zu neuen Perspektiven und Standpunkten führen.

Ziel der Partnerschaft ist es, allen Schüler/innen rezeptiven und (teilweise) auch produktiven Zugang zur Kunstform Theater zu erschließen. Damit lebendiges Theater als Wechselspiel zwischen Spielern und Zuschauern gelingen kann, ist es erforderlich, dass die jungen Theaterbesucher die „Kunst des Zuschauens” erlernen, um die Kunstsprache des Theaters dechiffrieren zu können. Diese besondere Form ästhetischer Bildung, wie sie für die Schüler durch regelmäßigen Kontakt mit dem Theater erfahrbar wird, kann für jeden Einzelnen auch in anderen Lebensbereichen nutzbar werden. Das Theater ist keine Konkurrenz zu Film, Fernsehen, Computer u. s. w., sondern ein lebendiges, streitbares und spielerisches Medium. Auch diese Erfahrung für jeden einzelnen Schüler ist ein Ziel der partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Das Theater hingegen kann im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Partnerschule Erfahrungen hinsichtlich der Sehgewohnheiten, Interessensgebiete und Bedürfnisse der Schüler sammeln und künftige Spielplanangebote konkret auf diese ausrichten. Der unmittelbare Kontakt zum gesellschaftlichen Umfeld der Jugendlichen kann den Theaterschaffenden darüber hinaus auch als Quelle künstlerischer Innovation dienen.

Leistungen des Theaters:

  • Theaterpädagogische Einführungen für Schüler und Lehrer
  • Spielplanangebote für jede Jahrgangsstufe
  • Nachbereitungen der Produktionen, auch bei Bedarf mit den Schauspielern
  • Informationsmaterial für die einzelnen Produktionen (auch elektronisch)
  • Führungen durch das Theater
  • Unterstützung bei Schultheaterprojekten

 

Verpflichtung der Partnerschule:

Jeder Schüler von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe besucht mindestens einmal pro Schuljahr eine Vorstellung des Theaters Ingolstadt.

zum Stadttheater

Jahrgangsstufe 8 besucht: „Cyberlove“

Jeder Jugendliche hat neben seinem realen Leben, in dem er in die Schule geht, sich mit Freunden trifft oder sich sportlich aktiv betätigt, auch noch ein weiteres: das virtuelle Leben, in dem man sich über Facebook, Instagram, Whatsapp oder Snapchat mit anderen austauscht und Spaß hat. Wir sind die „Generation Internet”. Deshalb passte der Besuch in der „Junge[n] Werkstatt”, wo die gesamte achte Jahrgangsstufe des Katharinen-Gymnasiums das Theaterstück „Cyberlove” besuchte, auch zu uns. Oder? Das Stück begann in rasanter Schnelligkeit und mit einer Art von „Jugendsprache”, bei der wir uns doch fragten, ob das wirklich unser allgemeiner Umgangston ist. Wir fanden die Dialoge teilweise eher befremdlich. Aber nun kurz zum Inhalt: Lilly und Xenia sind beste Freundinnen und Lillys Freund Faruk spielt zusammen mit Xenia Theater. Was die beiden Mädchen jedoch nicht wissen, ist, dass Faruk ein falsches Spiel mit ihnen treibt, das zum Schluss nicht nur zum Ende der Freundschaft führt. Denn alles, was die drei erleben, wird online an alle weitergegeben, wie zum Beispiel ein von Faruk inszenierter Kuss mit Xenia auf ihrer Geburtstagsparty, der Lillys Freundschaft zu ihr zerstört und deren Abhängigkeit von ihrem Freund erhöht. Eigentlich unverständlich, aber ab diesem Zeitpunkt klügelt das Paar eine Intrige aus, die Xenia von einem schwerwiegenden Fehler in den nächsten treibt – und wieder: ALLES ONLINE! Die gemeinen und verletzenden Reaktionen im Internet setzen dem Mädchen enorm zu. Letztendlich wird Xenia auf der schulischen Theaterbühne gedemütigt, als ein Video abgespielt wird, in dem sie sich für ihren Schwarm Louis auszieht. Das bedeutet das Ende für das junge Mädchen und den Sieg für Faruk. Auf eindrucksvolle Weise ist es den drei enorm ausdrucksstarken Schauspielern gelungen, dieses Beziehungs–Wirrwarr auf der Bühne mithilfe intensiver Mimik und Gestik darzubieten. Auch das kreative Bühnenbild trug zur Veranschaulichung der Mobbingattacken bei. Hier müssen wir wirklich zugeben, dass wir uns teilweise genauso ausdrücken. Erschrocken hat uns dabei, dass die Handlung doch realistisch ist und die Anonymität des Internets eine sehr große Gefahr darstellt, weil dort die Täter den Opfern nicht in die Augen schauen müssen, wodurch die Hemmschwelle enorm sinkt. Dass Cybermobbing eine große Belastung für das reale Leben des Opfers bedeutet, lässt sich nicht abstreiten, und so endet das Theaterstück auch damit, dass Xenia ihren Selbstmord andeutet und von der Bühne verschwindet. Um das zu verstehen, muss man allerdings genau auf die Formulierung der Schauspielerin achten! Insgesamt hat uns der Besuch im Theater nicht nur eine emotionsgeladene und sehr kurzweilige Aufführung beschert, sondern auch auf Gefahren und Risiken der modernen Medienwelt hingewiesen. In Zukunft werden wir uns genau überlegen, was wir posten.                                              Klasse 8c

Homepage des Stadttheaters                                                                        

Schülervorstellungen 2012/13

  • Jgst. 5: Krabat nach Ottfried Preußler 
  • Jgst. 6: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde nach Jules Verne 
  • Jgst. 7: Ein neues Land, Figuren- und Tanztheater von ShaunTan
  • Jgst. 8: Nichts. Was im Leben wichtig ist von Janne Teller, Bühnenfassung von Andreas Erdmann
  • Jgst. 9: Das große Heft von Àgota Kristóf 
  • Jgst. 10: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua von Friedrich Schiller  
  • Q11: Onkel Wanja von Anton Tschechow
  • Q12: Sein oder Nichtsein, Theaterstück von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch 

Die Klasse 9e besucht das Theater

Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater
9e In der Schminke
Die Klasse 9e im Theater
Die Klasse 9e im Theater

Das Katharinen-Gymnasium und das Stadttheater Ingolstadt verbindet nicht nur ein ähnliches Äußeres, sondern auch eine enge Partnerschaft.  So war auch die Klasse 9e dieses Jahr zu Besuch in dem Theaterstück „Das große Heft” im Jungen Theater.

Doch mit einem bloßen Besuch der Aufführung war es noch nicht getan. Noch bevor die Spielzeit begann, waren wir schon vor Ort, mit uns unsere Deutschlehrerin Anne Förtschbeck. Unsere Klasse wurde als Pate für das Stück ausgewählt, was bedeutete, dass wir das Stück von den ersten Proben bis kurz vor der Premiere begleiteten und mit den Schauspielern anschließend über die Umsetzung diskutierten.

„Ich fand es sehr interessant, auch mal die Proben zu sehen, anstatt nur die Aufführung, vor allem was sich dazwischen geändert hat”, meinte eine Schülerin. Und tatsächlich, als wir dann die Hauptaufführung besuchten, hatte sich wirklich einiges geändert. Manche Vorschläge, die im Vorfeld von uns geäußert worden waren, waren sogar umgesetzt worden. „Sinn dieser Partnerschaft ist es, den Schülern Theater und damit ein Stück Kultur näher zu bringen”, sagte Kathrin Lehmann, die Theaterpädagogin in Ingolstadt.

Alles in allem war das Projekt „Das große Heft" äußerst lehrreich und interessant. Einige Schüler ziehen es sogar in Betracht, Schauspieler zu werden. Dieser Beruf sei, wie wir von den Darstellern des Stückes in einem persönlichen Gespräch erfuhren, ein absoluter Traumberuf und sehr erfüllend, wobei man nicht vergessen dürfe, dass das Gehalt eines Schauspielers nicht besonders hoch sei und je nach Auftragslage variieren kann. (Lea Conrad, 9e)

Im Zuge dieser Theaterpatenschaft durften wir auch das Theater selbst besuchen. Am Montag, den 18.März 2013, wurden wir von der Theaterpädagogin Kathrin Lehmann, durch das Gebäude geführt und wir durften auch hinter die Kulissen schauen.

Zuerst gingen wir in den großen Saal, in dem derzeit das Bühnenbild für das nächste Stück aufgebaut wird. Danach waren die Werkstätten an der Reihe. Es ist echt erstaunlich, was alles auf einen so kleinen Raum passt: eine Malerei, eine Schlosserei, eine Schreinerei, eine Polsterei, eine Schneiderei und diverse Büros. Aber diese Handwerker sind alle wichtig für die Theaterproduktion, da die ganzen Bühnenkulissen tatsächlich selbst gebaut werden. Im Anschluss durften wir durch den Kleiderfundus des Theaters stöbern. Vor allem die Mädchen waren begeistert über das meterlange Schuhregal. Auch der Requisitenfundus, in dem man Sachen wie verschiedene Teller und Tassen sowie Dekorationsartikel wie unechte Blumensträuße und Vasen bestaunen kann, war sehr interessant und absolut sehenswert. Anschließend kam ein kleines Highlight für einen Großteil der Mädchen: die Maske. Allerdings erfuhren wir dort, dass es dort keinesfalls nur ums Schminken geht, sondern vielmehr um das Knüpfen von Perücken. Die werden nämlich für die Schauspieler aus Echthaar „maßgeknüpft”.

Neben dem Blick hinter die Kulissen erfuhren wir aber auch viele interessante Dinge über das Stadttheater Ingolstadt. Beispielsweise war das Theater erst als Interimsspielstätte geplant. Diese wurde aber wegen der steigenden Einwohnerzahl bald zum „richtigen” Theater umgeändert. Allerdings blieben die Räume gleich groß, sodass sie jetzt viel zu klein für das eigene Ensemble sind. Auch ist das Theater nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik, weshalb für 2015 eine Renovierung geplant ist. Da das Theaterhaus aber das jüngste Baudenkmal Bayerns ist, wird das sehr aufwendig und teuer werden.

Alles in allem verbrachten wir informationsreiche zwei Stunden im Theater. (Katharina Prinz, 9e)

Ein neues Land - Tanztheater nach der Graphic Novel von Shaun Tan - Klasse 7a als Patenklasse

„Ein neues Land” – die meisten aus unserer Klasse 7a kommen mindestens einmal im Jahr in diese Situation: im Urlaub eine komische, unverständliche Sprache zu hören, sich schwer verständigen zu können, die seltsame Kleidung, andersartige Tiere und Pflanzen zu entdecken? Wir müssten nicht einmal weit verreisen, auch in unserer Klassen werden fremde Sprachen gesprochen: Türkisch, Armenisch, Russisch - und des Öfteren auch Bairisch! Als wir hörten, dass wir die Gelegenheit bekommen, für das Stück „Ein neues Land” die Patenklasse des Theaters zu werden, waren wir deshalb sofort begeistert: Ein Tanztheater mit einem düsteren Comic als Vorlage, der sich mit dem An- und Weiterkommen in fremder, zunächst unverständlicher Umgebung beschäftigt, war aber nicht gerade das, was wir von anderen Theaterbesuchen gewohnt waren! Umso mehr waren wir auf die Probenbesuche und auf die geplanten Workshops mit der Theaterpädagogin Teresa Gburek gespannt: Was bedeutet denn „Tanztheater”? Reden die da auf der Bühne überhaupt nicht?! Gerade die beiden Probenbesuche, einmal am Beginn der Probenzeit, ein zweites Mal einige Wochen - kurz vor der Premiere! - später, bei denen wir mit dem ganzen beteiligten Ensemble aus Schauspielern/Tänzern sowie Choreographen/Regisseur sprechen konnten, haben uns fasziniert: Live dabei zu sein, wie ein Stück fast ohne Worte entsteht, dessen „Sprache” vielmehr Bewegungen und Mimik sind, und mitzuerleben, wie Gesten entwickelt, Requisiten verworfen oder die musikalische Untermalung verändert wird. Die Schauspieler, allesamt aus unterschiedlichen Nationen (Probensprache war Englisch!), nahmen sich zudem viel Zeit für ein persönliches Gespräch und waren sehr interessiert an unseren Eindrücken. In den beiden Theater-Workshops durften wir sogar das Bühnenbild mit selbst erfundenen Phantasie-Reisepässen mitgestalten und ausprobieren, mit welchen (Konzentrations- und Reaktions-)Übungen Schauspieler ihren Geist und ihren Körper „wach” machen für die Arbeit; das war lustig, interessant und manchmal anstrengend zugleich. Weil wir die Beschäftigung mit dem Theaterstück wirklich spannend fanden, machen wir das Thema „Fremdheit” weiter zu unserem eigenen und haben vor, dazu einen kleinen Film zu drehen und dabei auch mehr über die verschiedenen kulturellen Hintergründe unserer Klassenkameraden zu heraus zu finden: Auch hier gibt es schließlich viel Neues zu entdecken!