Alpencross

Berge versetzen – oder wenigstens überwinden. Mit dem Rad über die Alpen.

 

Im P-Seminar Alpen-Cross bereiten sich unerschrockene Schüler meist ein ganzes Jahr auf diese Woche vor. Gemeinsame Ausfahrten bei Wind und Wetter, Grobplanung der Streckenführung, Suchen von Unterkünften, exakte Ausarbeitung der Tagesetappen, Erste-Hilfe-Kurse, Erstellen von Packlisten, Fahrrad selber reparieren – die Liste ist lang...

 

Bis es dann im September jeden Jahres soweit ist und das große Reiseabenteuer beginnt. Wir berichten im Blog!

Alpencross 2018 Tag 6

Sonnenaufgang mit Blick auf den Lago und Traumwetter - das Tessin macht uns den Abschied nicht leicht. Wir teilen uns wieder in zwei Gruppen auf und machen uns auf den Weg nach unten.

 

Während die Streetracer die 20 Spitzkehren auf Asphalt durch den Kastanienwald von Monte Bré genießen, kämpfen sich die Gravelracer den Cardada Bike Trail ins Tal. In Muralto wartet schon der Bus auf uns.

 

Wir können noch gar nicht glauben, dass die Woche vorbei ist...

 

Alpencross 2018 Tag 5

Tag 5. Die Gondel ist keine Option. Der Satz verbreitet eine gewisse Unsicherheit. Haben doch einige von uns insgeheim darauf spekuliert, den großen Schlussanstieg am letzten Tag umgehen zu können.

 

Aber schließlich radeln alle bis zur Capanna Lo Stallone hoch über dem Lago Maggiore. Es sind harte 12 Kilometer, die sich die schmale Straße um die Cardada herum bis auf 1500m Meereshöhe windet. Die umwerfende Aussicht auf den See und die Tessiner Berge bis ins Wallis zum Monte Rosa Massiv lässt uns die Anstrengungen vergessen.

 

Ein wundervoller Abschluss dieser Woche. Unglaublich, was wir alles erlebt haben.

Wir freu'n uns!

 

 

Alpencross 2018 Tag 4

Tag 4 - es geht bergab. Der größere Teil der Gruppe wählt die direkte Abfahrt von Campra nach Bellinzona, ein paar Verrückte kurbeln erst noch 1200 Höhenmeter zur Capanna Bovarina hinauf, um anschließend einen nicht enden wollenden Trail zurück nach Olivone zu genießen.

 

Zum Abendessen in der italienischsten Stadt der Schweiz sind alle wieder vereint.

Wir freu'n uns!

 

 

 

Alpencross 2018 Tag 3

Ein Blick aus dem Fenster - strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und ein Wahnsinnspanorama. Es ist kalt, was die 8 km lange Abfahrt zu Beginn der Königsetappe nicht gerade verbessert. Angekommen im Tal fahren wir über tolle Feldwege und Trails entlang zur ersten Pause in Disentis. Von da an geht es steil bergauf, über 1200 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt unserer Alpenüberquerung. Unter schneebedeckten Gipfeln fährt ein Teil der Truppe hinauf zur Hängebrücke von Mutschingia, von dort aus weiter über Trails in Richtung Lukmanier Pass mit seinem gigantischen Staudamm. Oben angekommen, gibt's erst mal einen Kaffee zu typisch Schweizer Preisen ;).

 

Trotz der immensen Anstrengungen während der heutigen Fahrt sind alle guter Dinge, obwohl man langsam die alten Knochen und das Hinterteil spürt.

 

Also immer noch: Wir freuen uns!

 

Michael Hörnig, Q12

 

Alpencross 2018 Tag 2

Nach dem wundervollen Aufstieg gestern Abend starten wir voller Vorfreude in den zweiten Tag, der uns zwar nur 45 km, aber dafür knapp 1600 Höhenmeter zu bieten hat. Es geht gleich hinauf zum Kunkelspass. Wir starten bei Regen, aber schon auf der Passhöhe kommt die Sonne durch. Auf die rasante Schotterabfahrt folgt die Fahrt durch die spektakuläre Rheinschlucht. Viel rauf und runter, bis wir “endlich“ am Schlussanstieg von über 500 Höhenmetern ankommen. Wir bilden zwei Gruppen, der harte Kern der Truppe fräst buchstäblich die alte Schotterstraße hoch nach Obersaxen.

 

Ein toller Tag mit sagenhaftem Wetter - auch ein gerissenes Gangseil und ein gefährlich anzusehender Wespenstich in die Lippe können der guten Stimmung nichts anhaben. Die Moral ist noch gut, morgen aber geht's zur Sache... Wir freun uns!

 

Alpencross 2018 Tag1

Etappe 1: So, jetzt geht es los ... Wir stehen um 4 Uhr in der Früh auf, quälen uns zum Bahnhof und schlafen im Zug weiter ;). Angekommen in München haben wir schon das erste Problem mit den Rädern, da in den Zug nach Lindau laut Zugführerin nur 10 Räder passen, was wir aber eindeutig widerlegen können (= 22 Räder). Von Lindau geht es dann endlich auf dem Rad an der Bregenzer Seebühne vorbei um den Bodensee herum, danach in Richtung Berge am Rhein entlang. Die Strecke ist die ersten 95 km flach, die letzten 10 km haben es aber in sich, sodass wir zum Schluss 800 Höhenmeter gemeistert haben. Ein guter Einstieg in die Tour - die Kondition der Truppe stimmt.

 

 

Michael Hörnig, Q12

Alpencross 2017 Tag6

Liebe Leser unseres Alpencrossjournals 2017,

 

vielen Dank für euer Interesse an unserer Radltour. Letztlich lief alles reibungslos. Das Wetter war nicht ganz so schlecht wie erwartet, wir hatten praktisch keine Pannen und vor allem gab es keine Unfälle oder gar Verletzte. Dafür hatte sich unser Busfahrer für die Heimfahrt noch etwas Besonderes ausgedacht: Nachdem er uns überpünktlich am Freitagmorgen in Villatico bei Colico am Comer See erwartet, unsere Räder fein säuberlich im Anhänger verstaut und Bus samt Hänger an einer steilen Kreuzung kunstvoll gewendet hatte, ging es los in Richtung Heimat. Alle ließen sich in die Sitze fallen und freuten sich auf eine erholsame Fahrt. Leider wusste der Fahrer nicht mehr genau, welche der engen Gassen des Dorfes er zu unserer Unterkunft gewählt hatte und so rollten wir auf einmal auf eine Häusergruppe zu, die sich als unpassierbare Engstelle für unser Gespann herausstellen sollte. Wenden unmöglich, 600 Meter mit Anhänger rückwärts die kurvige Straße den Berg hinauf war auch keine verlockende Option... Nach einem kurzen Gespräch mit Einheimischen und intensiven Studiums der Maße von Bus, Hänger und Straßenbreite entschloss sich unser Fahrer dazu, den Anhänger abzuhängen, zu versuchen, den Bus alleine durch die Engstelle zu manövrieren und gemeinsam mit uns den Hänger hinterher zu schieben. Zentimetergenau steuerte er gekonnt den Reisebus an den Häuserecken entlang – der Hänger war im Vergleich ein Kinderspiel.

 

Nachdem diese Herausforderung gemeistert war, konnten wir uns doch noch entspannt zurücklehnen und die Fahrt durch die Sonne entlang am Comer und am Luganer See genießen und steuerten gegen Mittag auf den San Bernadino Pass zu. Via Chur, Bregenz, Lindau, Landsberg am Lech und Augsburg durchliefen wir die vier Länder unserer Alpenüberquerung in umgekehrter Reihenfolge und nahmen Kurs auf Ingolstadt. Kurz nach 19 Uhr trafen alle wohlbehalten am Katherl ein. Ein letztes Mal aufs Rad und noch vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause gerollt... Am Dienstag beginnt schon die Planung für den nächsten Alpencross...

 

Alpencross 2017 Tag5

Nachdem wir den letzten Tag unserer Reise mit einem sehr guten Frühstücksbuffet begonnen hatten, lagen sagenhafte 64 km Abfahrt vor uns. Bei -3 Grad starteten wir am Malojapass und stürzten uns hinunter nach Chiavenna, wo wir eine Stunde später bei +20 Grad in der italienischen Sonne das erste Gelati aßen. Die ersten 30 km lagen hinter uns und wir hatten noch nicht mal die Gelegenheit, ein Foto zu schießen...

 

Selbst der Anblick des großen Murenabgangs bei Bondo blieb nur Nebensache. Es ging weiter durch wunderschöne Berglandschaften an der Maira (Mera) entlang. Dank gloreicher Routenführung konnten wir den Weg kaum verfehlen und kamen schon bald an unserem Zielpunkt, Colico am Lago di Como, an. Nach dem obligatorischen Zielfoto kühlten wir uns mit einem mutigen Sprung in den See ab. Den letzten gemeinsamen Abend ließen wir in einer typisch italienischen Pizzeria in Villatico ausklingen.

 

Eine tolle Woche liegt hinter uns – Wind und Wetter traten angesichts der täglichen Herausforderungen in den Hintergrund. Grandiose Landschaften, steile Anstiege und rasante Abfahrten, gemeinsame Abendessen, viel Lachen und tägliche Erfolgserlebnisse, aber auch Anstrengung und Erschöpfung prägten unsere Tour durch vier Länder von Mittenwald zum Comer See.⁠⁠⁠⁠

 

Alpencross 2017 Tag4

Nach dem anstrengenden Vortag konnten wir den heutigen Tag mit einer kalten, aber spektakulären Abfahrt von unserer verschneiten Hütte beginnen.In Zernez im Engadin angekommen, erwartete uns ein super Frühstücksbüffet. Voll gestärkt begaben wir uns auf den Inntalradweg durch ein atemberaubendes Alpenpanorama. Nach mehreren anstrengenden Aufstiegen war der schwerste Teil der Etappe geschafft. Wir stoppten kurz in Zuoz, um Proviant aufzunehmen, den wir kurz darauf an einem sonnigen Rastplatz mit Blick auf einen kleinen See verspeisten. Noch ein kurzer Anstieg und schon waren wir in St. Moritz, dem mondänen Kurort im Oberengadin. Eine kleine Panne hielt uns nur kurz auf – das Technikteam hatte den Kettenrriss schnell repariert. Auf Schotterwegen ging es an Waldrand und Seeufern in Richtung Maloja. Die letzten Kilometer auf der Bundesstraße half uns der Rückenwind und wir erreichten unsere Unterkunft Salecina, das unglaublich idyllisch am Malojapass liegt, bei strahlendem Sonnenschein. In diesem sozialen Bildungs- und Ferienzentrum muss sich jeder Gast in die täglichen Aufgaben des Haushalts einbringen. Zum Abendessen gab es Spaghetti Bolognese für die ganze Truppe. Der morgige Tag steht ganz im Zeichen der langen Abfahrt durch das Bergell via Chiavenna zum Lago di Como.

 

Alpencross 2017 Tag3

Am dritten Tag unserer Alpenüberquerung mussten wir leider wegen ungünstiger Witterung das Stilfser Joch auslassen und somit umfahren. Dennoch hatte es die „Alternativroute” ebenfalls in sich. Gestartet sind wir um kurz nach neun vom Gasthof Sonne in Mals. Auf unserem Weg nach Sta. Maria erreichten wir schnell unseren ersten Anstieg. Der erste Abschnitt der Etappe erstreckte sich über 15 km auf knapp 500 Höhenmeter. Während wir am Anfang der Strecke eher auf Schotterwegen durch den Wald am Gebirgsbach entlang radelten, war die Strecke ab der Schweizer Grenze größtenteils asphaltiert. Zu Beginn des zweiten Abschnitts kauften wir in Sta. Maria unser Mittag- und Abendessen ein und machten uns für den kommen Anstieg bereit. Nach den ersten Kilometern wärmten wir uns in einem Gasthof in Tschierv am Fuße des Ofenpasses mit heißer Schokolade und machten uns danach auf den Weg zum „Dach der Tour”, dem Ofenpass, der auf alpinen 2149 m liegt. Dort angekommen, wechselten wir aufgrund der eisigen Temperaturen zu wärmerer und windfester Kleidung. Eine gute Entscheidung – auf der folgenden 8 km langen Abfahrt erwischte uns ein Graupelschauer. Ordentlich durchgefroren war der letzte, 5 km lange Anstieg mit weiteren 250 Höhenmetern fast schon willkommen. Am Etappenziel, dem Touristenlager Ova Spin, hatte der Wirt schon eingeheizt und uns auf einen heißen Willkommenstee eingeladen. Eine heiße Dusche, dann noch selber kochen – nach so einem Tag schmeckt es doppelt gut!

 

Alpencross 2017 Tag2

2. Etappe: Morgens um 9 Uhr starteten wir unsere Tour am Sportcamp in Landeck, unserer Unterkunft für die vergangene Nacht. Zuerst fuhren wir etwa 14 km am Inn entlang bis wir unsere erste Pause in Prutz einlegten, um ausgiebig zu frühstücken. Der Weg führte immer konstant ansteigend den Inntalradwanderweg entlang, bis wir schließlich einen kurzen Abstecher zur alten römischen Zollstation „Altfinstermünz” machten, um dort die Mittagspause einzulegen. Nachdem wir dort die eindrucksvollen alten Ruinen und Bauten aus dem Mittelalter bewundert hatten, ging es zum ersten richtigen Härtetest der Alpenüberquerung: Elf Spitzkehren führten vom schweizerischen Martinsbruck hoch auf die Norbertshöhe. Nach einer kurzen Abfahrt überquerten wir den Reschenpass, umrundeten den Reschensee, wobei wir uns natürlich nicht den Anblick des im Wasser stehenden Kirchturms des gefluteten Bergdorfs Graun entgehen lassen durften. Etwas später folgte die lange und steile Abfahrt nach Mals, wo wir uns nach den heutigen 83 km und über 1000 Höhenunterschied in unserem Hotel „Garni Sonne” einquartierten. Nach einem sensationellen Abendessen in der Pizzeria Lampl fielen wir nur noch erschöpft in unsere Betten und schliefen schnell ein. Morgen steht der Ofenpass an. Auf 2149 m könnte uns Schnee erwarten. Wir werden berichten...

 

Alpencross 2017 Tag1

1.Etappe: 5:34 Uhr ab Nord- und 5:39 Uhr ab Hauptbahnhof Ingolstadt. Ziel Mittenwald, wo wir den ersten Anstieg schon in Regenmontur überwinden mussten, da wir in Mittenwald das Wetter nicht auf unserer Seite hatten. Durch die Leutasch über die Bücher Höhe hinab ins Inntal nach Telfs, wo wir uns in zwei Gruppen trennten. Die Mountainbiker kämpften sich über den Bergdoktorweg über das Mieminger Plateau zurück zum Inn, wo sie nach der Stärkung zur Mittagszeit wieder auf die Hauptgruppe stießen. Gegen 17 Uhr erreichten wir schließlich das Etappenziel, das Sport Camp Tirol in Landeck. Der Tag fing zwar regnerisch an, doch dann riss die Wolkendecke gegen Nachmittag auf und wir konnten unsere Regenkleidung für den restlichen Tag wegpacken. Die heutige Fahrt verlief größtenteils reibungslos und Personen und Ausrüstung blieben unversehrt.