Typisch Quantenphysik. Da liegen drei Uran-238-Atome herum. Alle komplett baugleich gleich viele Protonen und Neutronen im Atomkern . Während der eine Atomkern schon nach 14 Minuten zerfällt (er verwandelt sich unter Aussendung eines α‑Teilchens in Thorium-234), passiert es beim anderen erst nach 371 Jahren. Beim dritten Kern tut sich gar nichts. Die Dinosaurier sterben aus, Homo erectus erfindet das Feuer, die Ägypter bauen ihre Pyramiden, Apollo 11 landet auf dem Mond. Doch plötzlich, nach 586 Millionen Jahren, ganz spontan, ohne jedes Vorzeichen, zerfällt auch er. Zufall pur!

Sicher hast du schon vom Zerfallsgesetz $$N(t)=N_0\cdot e^{-\lambda\cdot t}$$ gehört, mit dem man Altersbestimmungen oder medizinische Anwendungen durchführen kann. Es lässt sich flott aus einer Differentialgleichung herleiten.

Aber wir wollen hier einen rein stochastischen Ansatz verfolgen, der die Frage beleuchtet:

Wie entsteht aus purem Zufall ein Naturgesetz?

„Der Alte würfelt nicht“

Albert Einstein brachte mit seinem Ausspruch „Der Alte würfelt nicht“ seine Skepsis zur stochastischen Natur der Quantenphysik zum Ausdruck. Starten wir doch mit einem Würfelspiel ...

erstellt von C. Wolfseher