3.2 Synchrone Uhren | Auf die Plätze, fertig, …
„Die ‚Zeit‘ eines Ereignisses ist die mit dem Ereignis gleichzeitige Angabe einer am Orte des Ereignisses
befindlichen, ruhenden Uhr, welche mit einer bestimmten, ruhenden Uhr, und zwar für alle
Zeitbestimmungen mit der nämlichen Uhr, synchron läuft.“
Man kann die Gleichzeitigkeit von Ereignissen eines Inertialsystems (im Nachhinein) zweifelsfrei feststellen, wenn überall im Inertialsystem synchron laufende Uhren Ereignisse registrieren. Die Ereignisprotokolle können dann eingesammelt und die registrierten Uhrzeiten verglichen werden.
Wie synchronisiert man zwei räumlich getrennte Uhren?
Ein Lichtsignal wird genau in der Mitte zwischen zwei (ruhenden, exakt baugleichen) Uhren ausgesandt. Beim Eintreffen des Signals werden die Uhren gestartet. Sie laufen dann synchron:
All das war auch schon vor Einstein klar, seitdem man wusste, dass sich
Licht
und damit Information
nicht unendlich schnell ausbreitet.
Damit wäre eindeutig geklärt, wann zwei Ereignisse zeitgleich passieren. Oder?
Jein. Nicht, wenn wir die Gleichzeitigkeit von Ereignissen von
zwei verschiedenen Inertialsystemen
relativ zueinander bewegten
aus beurteilen.
Hier kommt Einstein mit seinen Postulaten ins Spiel …
erstellt von C. Wolfseher