Lebensretter gesucht
In Deutschland bekommt alle 12 Minuten eine Person die Diagnose Blutkrebs, eine Nachricht, die das Leben der Betroffenen schlagartig verändert. Normalerweise produzieren die Blutstammzellen die Bestandteile des Blutes. Im Falle einer Blutkrebserkrankung finden sich im Körper der Betroffenen jedoch mutierte Blutstammzellen, die entartete weiße Blutkörperchen, die sogenannten Leukämiezellen, herstellen. Diese klonen sich unkontrolliert, wodurch in der Folge die anderen Blutbestandteile verdrängt werden und vermindert auftreten. Noch sind keine Maßnahmen bekannt, um einer Erkrankung sicher vorzubeugen, auch Vorsorgeuntersuchungen gibt es nicht. Von Menschen im mittleren Alter bis hin zu Säuglingen kann jeder betroffen sein. Ohne Behandlung ist die Diagnose ein Todesurteil.
Aus diesem Grund ist die DKMS stetig auf der Suche nach neuen Stammzell-Spendern, unter anderem auch durch Aktionen an Schulen, wie sie auch bei uns am Katherl Mitte Februar für die 12. Klassen stattgefunden hat. Die Schülerinnen und Schüler wurden von der ehemaligen Katherl-Schülerin Constanze Tschepp über Blutkrebs und die Lebensrealität vieler Betroffener informiert und erhielten anschließend die Gelegenheit, sich selbst zu registrieren. Rund 600.000 neue Spenderinnen und Spender konnten bei solchen Schulaktionen bereits angeworben werden. Und es lohnt sich; so kann das Katherl bereits von seinem ersten Lebensretter berichten.
Eine Stammzellenspende ist ein harmloser medizinischer Eingriff ohne bekannte Folgen für den Spender, doch für Empfänger ist sie oft die letzte Hoffnung. Jeder im Alter von 17 bis 61 kann spenden, sofern keine chronische Erkrankung vorliegt und eine Registrierung kostet kaum 15 Minuten. Jeder kann von Blutkrebs betroffen sein, doch das Positive ist: Jeder kann jemand anderen vor Blutkrebs retten. Doch das geht nur, wenn sich genügend Menschen als potentielle Spender registrieren. Also: Meldet euch bei der DKMS und werdet Lebensretter!
Franziska Cerhak, Q12










