Schulentwicklung

Die Weiterentwicklung des Gymnasiums hat zahlreiche Komponenten.

 

Schon bisher werden vielfältige Förder- und Beratungsmöglichkeiten von der Schule angeboten. So wird am Katharinen–Gymnasium Ingolstadt mit Zustimmung des Schulforums etwa in den Abiturfächern Deutsch und Mathematik das Stundenangebot grundsätzlich um eine Förderstunde erweitert, um durchgängig Vierstündigkeit zu haben. Zur individuellen Förderung von Schülern tragen auch zusätzliche Budgetstunden etwa für Intensivierung, Wahlunterricht, Arbeitsgemeinschaften oder Neigungsgruppen bei.

Mittelstufe Plus

An dem Pilotprojekt „MittelstufePlus” beteiligen sich bayernweit 47 Gymnasien, in Ingolstadt als einziges Gymnasium das Katharinen–Gymnasium. Vier statt drei Jahre für die Mittelstufe, fast kein Nachmittagsunterricht: Schülerinnen und Schüler, welche die MittelstufePlus besuchen, durchlaufen die Mittelstufe in vier statt in drei Jahren. Statt der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 gibt es die Jahrgangsstufen 8, 9, 9+ und 10. In den ersten drei Jahren wird auf den Nachmittagsunterricht verzichtet. Erst in der 10. Klasse setzt dieser mit zwei Stunden wöchentlich wieder ein.

 

Verlagerung von „Nebenfächern”:

 

Bei nur 30 Wochenstunden Pflichtunterricht müssen jedes Jahr einige Fächer pausieren. Am Katharinen–Gymnasium wird in Jahrgangsstufe 8 der Geographie–Unterricht in eine höhere Klasse verschoben und zwei verpflichtende Intensivierungsstunden entfallen, so dass 30 Wochenstunden Pflichtunterricht bleiben (statt 34 im Regelzug). In Jahrgangsstufe 9 werden dann Wirtschaft und Recht und Biologie verlagert, so dass auch hier 30 statt 34 Wochenstunden verbleiben. Die durch diese Verlagerung von Nebenfächern ermöglichte Reduzierung der Fächeranzahl pro Jahrgangsstufe bewirkt eine Verbesserung der Lernsituation.

 

Stoffdehnung in Kernfächern:

 

In den Kernfächern wird der Stoff nach Möglichkeit von drei auf vier Jahre gedehnt, wodurch ein nachhaltigeres Lernen ermöglicht wird. Insgesamt werden die „Hauptfächer” durchgehend in den vier Jahren unterrichtet und insgesamt mit mehr Wochenstunden ausgestattet. Im Lauf der 4 Jahrgangsstufen werden gegenüber dem Regelzug mindestens 18 Wochenstunden zusätzlicher Unterricht erteilt, die hauptsächlich für eine Stärkung des Unterrichts in den Kernfächern Deutsch, Mathematik, Physik und Fremdsprachen verwendet werden.

 

Stoffverteilungspläne für die Mittelstufe Plus:

Stoffverteilungsplan Mittelstufe Plus Deutsch

Stoffverteilungsplan Mittelstufe Plus E F

Stoffverteilungsplan Mittelstufe Plus Latein

Stoffverteilungsplan Mittelstufe Plus Physik

Stoffverteilungsplan Mittelstufe Plus Chemie

Stoffverteilungsplan Mittelstufe Plus Mathematik

Stoffverteilungsplan Mittelstufe Plus Sozialkunde

 

Stundentafeln für die jeweiligen Ausbildungsrichtungen

 

Förderstunden in Form von Crash–Kursen:

 

Zusätzlich werden freiwillige Förderstunden angeboten, die bei uns in diesem Schuljahr als Crash-Kurse auf große Resonanz stießen. In diesen Crash–Kursen, die zu Beginn des Schuljahrs dreistündig an sechs Nachmittagen stattfinden, wird der Vorjahresstoff wiederholt, so dass eventuelle Lücken bis zur ersten Schulaufgabe geschlossen werden können. Zu Beginn des zweiten Halbjahrs wird der Stoff des ersten Halbjahrs wiederholt. Selbstverständlich können auch die Schüler der regulären Mittelstufe die Crash–Kurse besuchen.

 

Erfolgreicher Start am Katherl:

 

Wir starteten im Schuljahr 2015/16 die MittelstufePlus in Jahrgangsstufe 8 mit 75 Schülern in drei Klassen. 58 Schüler besuchen in zwei Klassen den regulären Zug, es sind somit 56% in der Mittelstufe Plus. Ein Blick auf die Ergebnisse in den Jahrgangsstufentests zeigt, dass die Schüler in beiden Gruppen (M+ und regulär) gleich leistungsstark sind. Die Aussage „Mittelstufe Plus ist etwas für die Schwächeren” ist also falsch. Es sind sowohl sehr gute Schüler in beiden Zügen vertreten als auch Schüler mit nicht ganz so guten Leistungen.

 

Die Wahl für das kommende Schuljahr hat folgendes Ergebnis: 91 Schüler entschieden sich für M+, 45 Schüler für die reguläre Mittelstufe. Es nehmen also 67% der künftigen Achtklässler an dem Pilotprojekt teil. „Pilotprojekt” bedeutet nicht, dass an den Schülern herumexperimentiert wird. Der Begriff ist eher so zu verstehen, dass versucht wird, bayernweit verlässliche Zahlen zu bekommen, wie groß der Wunsch nach Entschleunigung auf Schüler– und Elternseite ist. Spätestens nach zwei Jahren Pilotphase soll „höheren Ortes” über das weitere Vorgehen entschieden werden.

 

Die Zufriedenheit bei Schülern und Eltern zeigt, dass die Einführung der MittelstufePlus am Katharinen–Gymnasium ein Schritt in die richtige Richtung war. Wir können Jugendlichen, bei denen eine Verlängerung der Lernzeit pädagogisch sinnvoll erscheint, eine zeitliche Entlastung und zusätzliche Förderung anbieten. Durch die zeitliche Entlastung und die Reduzierung des jährlichen Lehrstoffs bleibt Zeit für persönliche Vorhaben, wie z.B. ein Auslandsaufenthalt, besonderes inner– oder außerschulisches Engagement, sportliche oder musische Aktivitäten. Mit dem Angebot der MittelstufePlus, das eine ganz erhebliche organisatorische Herausforderung darstellt, bieten wir jungen Menschen ein Jahr mehr Schulzeit auf ihrem Weg zu selbststän­digen, eigenverantwortlichen Persönlichkeiten. Die MittelstufePlus ist ein weiterer wichtiger Baustein der individuellen Förderung am Katharinen–Gymnasium.

 

Individuelle Lernzeit und Flexibilisierungsjahr

Seit März 2013 veröffentlicht das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus Informationen über neue Formen zur individuellen Förderung, die ab Schuljahr 2013/14 noch gezielter den Förderbedarf des einzelnen Schülers berücksichtigen werden. Übrigens können „Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf zum Besuch bestimmter Intensivierungsstunden verpflichtet werden” (GSO Anlage 2, Anmerkung 9).

 

Das neue Angebot richtet sich vor allem an die Schüler der Mittelstufe. Das Konzept „Individuelle Lernzeit am Gymnasium” umfasst drei Komponenten:

 

(I) Frühwarnsystem

 

Fachlehrkräfte und Klassenleitung sollen den Leistungsstand eines Schülers genau beobachten, damit Defizite bei Fachinhalten, aber auch bei der Arbeitshaltung frühzeitig erkannt und Abhilfe geschaffen wird. Das Katharinen–Gymnasium bietet den Eltern in Zukunft zusätzliche Informationen zu erbrachten Leistungen an, so dass Eltern und Lehrkraft stärker kooperieren können. Hierfür wird ein sog. „Infoportal” eingeführt, von dem Klassenleitung und Beratungslehrer jederzeit den aktuellen Leistungsstand abfragen können.

 

(II) Förderangebote

 

Die Schule wird im Umfang der vom Kultusministerium zusätzlich zur Verfügung gestellten 9 Wochenstunden weitere individuelle Förderangebote in der Mittelstufe einrichten. Hierzu sollen zum einen eher pädagogisch–psychologisch ausgerichtete Kurse (wie Lerncoaching, Zeitmanagement, Stressbewältigung) angeboten werden, zum anderen Nachführkurse (zum Ausgleich von Wissenslücken aus dem Vorjahr) und Aufbaukurse (zum Ausgleich von Defiziten aus dem laufenden Schuljahr). Ferner wird beabsichtigt, ein Internetforum einzurichten, mit dessen Hilfe kurzfristig auftretende Fragen geklärt werden sollen. Hierzu muss ein System von Fachmentoren eingerichtet werden, die zudem Grundfertigkeiten und selbst gesteuertes Lernen initiieren und fördern sollen. Von erheblicher Bedeutung wird allerdings sein, dass die Schüler Bereitschaft zur aktiven Teilnahme zeigen.

 

(III) Flexibilisierungsjahr

 

Während eines Flexibilisierungsjahres haben Schüler der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10, die das Ziel der Jahrgangsstufe gerade noch erreicht haben, die Möglichkeit, die bereits absolvierte Jahrgangsstufe noch einmal zu besuchen, um eine Vertiefung in einzelnen Kernfächern zu erhalten. In Nichtkernfächern kann der Schüler im Flexibilisierungsjahr bis zu 6 Stunden pro Woche weniger Unterricht besuchen, die für Fördermaßnahmen genutzt werden können. Das Flexibilisierungsjahr wird in zwei Varianten (in Jgst. 10 nur in einer Variante) angeboten und wird nicht auf die Höchstausbildungsdauer angerechnet. Allerdings schließt ein Flexibilisierungsjahr in Jgst. 10 eine Wiederholung von Jgst. 11 oder 12 aus.

 

Weitere Informationen finden sie auf der Homepage des Ministeriums.

 

Kultusministerielle Schreiben zur individuellen Lernzeit

 

KMS zur individuellen Lernzeit

Konzept der individuellen Lernzeit - Schulrechtliche Bestimmungen

Anlage zum KMS Individuelle Lernzeit

Ergänzungen zum Flexibilisierungsjahr

 

Talente-Atelier

Neu ab Schuljahr 2017/18: Zeit und Raum für Kreativität von Anfang an

Wie läuft das TALENTE-ATELIER am Katharinen-Gymnasium ab? In einer Doppelstunde pro Woche tüfteln und gestalten die Schülerinnen und Schüler im ATELIER (6. – 7. Stunde mit kurzer Mittagspause, d. h. eine zusätzliche Wochenstunde). Über das Schuljahr verteilt laufen abwechselnd Projekte aus dem naturwissenschaftlichen und dem künstlerischen Bereich. Die Teilnehmer haben so die Möglichkeit, in beide Felder hinein zu schnuppern. Verbindendes Element ist die Förderung der Kreativität.

 

Für das TALENTE-ATELIER anmelden können Sie Ihr Kind direkt bei der Schulanmeldung.

 

TALENTE-ATELIER-FLYER

Abi-Vorbereitung

In der Zeit vor dem Abitur gibt es Abi-Vorbereitungskurse, in denen die meist drei Gruppen je nach Leistungsstand eingeteilt werden. So können die guten und sehr guten Schüler/innen an den Feinheiten feilen, während die mittleren oder nicht so guten Prüflinge die für das Bestehen notwendigen grundsätzlichen Kompetenzen erlernen können.

Vernetztes Unterrichten in Jahrgangsstufe 9

Vernetztes Unterrichten in Jahrgangsstufe 9 im Schuljahr 2012/13 im mathematisch-technologischer Zweig in den Fächern Physik, Chemie, Biologie, Mathematik und Kunst

 

Voraussetzungen: Je eine Übungsstunde pro Schüler in den Fächern Chemie und Physik in geteilten Gruppen

 

Problem: Die Lehrplaninhalte dieser Fächer sind grundsätzlich innerhalb des Schuljahres gut aufeinander abgestimmt. Wenn aber keine zeitliche Koordination der Fachlehrer erfolgt, kann es dazu kommen:

 

a) dass in einem Fach etwas unterrichtet wird, wofür die Voraussetzungen aus dem anderen Fach noch nicht da sind

 

b) dass gleiche Inhalte versetzt und nicht verknüpft angesprochen werden, mit folgenden Nachteilen für die Schüler:

 

Da die Fachsprachen sich etwas unterscheiden, wird der gleiche Inhalt als neu aber ähnlich eingespeichert aber nicht verbunden. (Licht, Photonen in Chemie, Physik) Besonders gilt dies auch für Mathematik, mit den Inhalten Funktionen, Gleichungen. Die Initiative und Koordination kann, wie dieses Schuljahr, von Physik ausgehen, da die Bezüge zu den beteiligten Fächern sofort erkennbar sind und eine große Freiheit in der Reihenfolge der Lehrplanpunkte gegeben ist. Die hauptsächliche Koordination erfolgte im ersten Schulhalbjahr.

 

 

Durchführung:

 

Zu 1. Gleichförmige Bewegung und gleichmäßig beschleunigte Bewegung werden mit linearen und quadratischen Funktionen beschrieben. Werden einige Unterrichtsstunden inhaltlich abgesprochen, können die physikalischen Aufgaben zeitgleich von der Mathematik her betrachtet werden. Dort können sie als Einführung für nötiges Problemlösen (Parabeln) oder auch als zusätzliche Übung herangezogen werden. Dies ist besonders von Vorteil, da die Schüler ein großes Problem im Umgang mit Variablen haben.

 

Zu 2. Die Schüler kennen ein einfaches Atommodell aus der Jahrgangsstufe 7 NUT, dieser Inhalt wird nun hauptsächlich in Physik unterrichtet, mit entsprechenden Aufgaben und in Chemie wiederholt.

 

Zu 3. In Chemie folgen Flammenfärbungen, Stoffanalysen...... Da passt es hervorragend, dass die Schüler zu diesem Zeitpunkt aus der Physik das Photonenmodell schon kennen und das Kapitel Farbe und Photonenenergie, Absorption, Emission, Spektren. In den Übungen Physik bauen wir ein Spektoskop aus einer Schachtel und einem CD-Sektor (entsprechend dem Schulbuch und Leifi-Physik). In den Übungsstunden Chemie können diese Spektrometer verwendet werden. Auch das Auge wird in Biologie besprochen und ist Thema in den Physikübungen mit den speziellen Versuchen zum blinden Fleck, optischen Täuschungen, Komplementärfarben. Es entstand die Idee, Themen, die zu diesen Inhalten passen, heraus zu suchen und sie in Gruppen zu erarbeiten. Die Schüler suchten frei nach ihren Interessen Themen aus und bearbeiteten Sie teils zuhause und zum Teil in den Übungsstunden, wo sie einige Stunden, je nach Thema, in Physik oder Chemie getrennt arbeiteten. Die ganze Klasse unternahm eine Tagesexkursion ins Deutsche Museum München zu Thema Farben.

lernreich 2.0

Das Katherl macht sich mit 45 weiteren bayerischen Schulen auf den Weg zu einer neuen, innovativen Lehr- und Lernkultur: Vertreter aus Schulpraxis, Wirtschaft und Wissenschaft kamen am 13. Mai 2013 auf Einladung von Kultusstaatssekretär Bernd Sibler zum Auftakt des Modellprojektes „lernreich 2.0 - Üben und Feedback digital” der Stiftung Bildungspakt Bayern in München zusammen. Insgesamt 46 Projektschulen aus allen Regierungsbezirken werden in den kommenden drei Schuljahren erproben, wie webgestützte Lern- und Übungsangebote Schülerinnen und Schüler vor allem in Mathematik und den Naturwissenschaften, aber auch in den modernen Sprachen individuell fordern und fördern und somit noch besser bei einem echten und nachhaltigen Kompetenz- und Wissensaufbau unterstützen können. Hierfür werden von den Pilotschulen mit Hilfe von digitalen Lernplattformen webgestützte Lern- und Übungsangebote mit unterschiedlichen Anforderungsstufen, die im Unterricht oder bei Hausaufgaben eingesetzt werden können, so dass Kinder und Jugendliche ihrem Leistungsstand entsprechend damit arbeiten können. Gleichzeitig wird getestet, wie Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz digitaler Medien schneller, individueller und damit wirksamer von ihren Lehrkräften Rückmeldungen zu ihrem Lernfortschritt erhalten können.